Ist agile Produktentwicklung eine Modeerscheinung, eigentlich nur ein Synonym für Chaos oder hat es wirklich Hand und Fuß? Folgende Grafik und Checkliste helfen dabei, die Arbeitsmethode einzuordnen und zu entscheiden, ob eine Zusammenarbeit mit Agenturen, die agil Projekte umsetzen, für Sie denkbar ist – denn nicht in jedem Fall ist agil arbeiten das Richtige.

Agilität ins eigene Unternehmen zu tragen, setzt eine gewisse Grundhaltung voraus. In erster Linie beschreibt Agilität keine Arbeitsweise, vielmehr stehen das eigene Wertesystem und die Unternehmensphilosophie im Vordergrund.

Die Werte des agilen Manifests

  1. Individuen und Interaktionen sind wichtiger als Prozesse und Werkzeuge
  2. Funktionierende Software steht über umfassender Dokumentation
  3. Enge Zusammenarbeit mit dem Kunden geht vor langwieriger Vertragsverhandlungen
  4. Reagieren auf Veränderung ist relevanter als das Befolgen eines Plans

Kann ich mich mit diesen Werten identifizieren, ist es sinnvoll, die gelebte Haltung mit einer Methode für die Praxis zu ergänzen. Wir nutzen hierfür Scrum. Was bedeutet das für den Kunden?

Anforderungen und Chancen in sechs Schritten

1. Der Need

Um Lösungen agil zu entwickeln, ist es wichtig, die Denkrichtung zu ändern. Weg von der reinen Produktorientierung. Aufgabe ist es, den Bedarf im Markt und der Kunden zu identifizieren.

2. Die Produktvision

Diesen Bedarf gilt es zu bedienen. Mithilfe von Analysen und Personas der Zielgruppen wird eine Produktversion entwickelt. Sie skizziert die zukünftige Lösung und ist die Leitidee für das finale Produkt.

3. Teamarbeit

Welche Anforderungen werden konkret an dieses Produkt gestellt? Ein interdisziplinäres Team gestaltet User-Stories und entwickelt Lösungen. Diese werden zyklisch in sogenannten Sprints (Arbeitseinheiten) umgesetzt. Alle Mitwirkenden arbeiten eigenverantwortlich, aber niemals isoliert voneinander.

4. Partnerschaft

Nach jedem Sprint steht eine fertige Version der Lösung für ein Review (Revision) bereit. Die regelmäßigen Feedbackschleifen bieten hohe Transparenz, schnelle Ergebnisse und nehmen die Kunden in die Verantwortung, sich aktiv am Entwicklungsprozess zu beteiligen.

5. Geschwindigkeit

Dadurch gelingt es, schnell Ergebnisse zu erzielen und diese ebenso schnell an den Markt zu bringen. Besonders in rasant wachsenden Märkten spielt das eine große Rolle.

6. Flexibilität

Der permanente Austausch und die zyklische Arbeitsweise ermöglichen neben der Schnelligkeit hohe Flexibilität. Das Team kann auf Marktentwicklungen, technische Herausforderungen und Testergebnisse reagieren und Lösungen während des Entwicklungsprozesses anpassen und optimieren. Der Kunde ist angehalten, auf diese Flexibilität während des ganzen Prozesses einzugehen.

Sind Sie bereit für agile Produktentwicklung?

Nutzen Sie die Checkliste

  1. Kann ich flexibel auf neue Anforderungen und Veränderungen im Entwicklungsprozess reagieren?
  2. Lege ich Wert darauf, dass auch während des Entwicklungsprozesses noch neue Erkenntnisse oder Anforderungen einfach berücksichtigt werden können?
  3. Vertraue ich meinem Team ein marktfähiges eigenständiges Produkt zu entwickeln oder benötige ich mehrere interne Feedbackschleifen?
  4. Will ich schnellstmöglich mit meiner Lösung zur Marktreife gelangen?
  5. Ist es mir wichtig, an der Entwicklung meiner Lösung aktiv teilzuhaben?
  6. Kann ich ohne ein detailliertes Konzept, das scheinbar alle Unwägbarkeiten vor der Entwicklung beachtet, arbeiten?
  7. Kann ich damit umgehen, dass mein Produkt beim Launch nicht final ist, sondern weiterentwickelt wird?

Agile Produktentwicklung klingt für Sie spannend und Sie möchten mehr erfahren oder haben eine Herausforderung, die Sie angehen möchten?

Dann lassen Sie uns im Team eine Lösung finden und gemeinsam Ihren Markt verändern.

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