Eike Klein

Ein Artikel von:
Eike Klein
eklein@uandi.com

Die Digitalisierung ist die vierte industrielle Revolution. Unsere Lebenswelten haben sich verändert und neue digitale Produkte haben Denk- und Verhaltensweisen geprägt. Während der Kunde bewusst oder unbewusst den digitalen Wandel verinnerlicht hat, müssen sich Unternehmen intensiver denn je mit Kundenverhalten auseinandersetzen. Das erfordert ein Umdenken - die Strukturen, die Arbeitsweisen und die Geschwindigkeit müssen sich an die Herausforderungen anpassen.

Was bedeutet das konkret für Unternehmen? Wie und wo müssen sie Veränderungen angehen, um für Kunden und Mitarbeiter interessant zu bleiben und die Marktposition zu verbessern?

Für den Einstieg helfen diese drei Fragen:

  1. Die technische Ebene: Sind meine Produkte und Services am Kunden ausgerichtet?
  2. Die organisationale Ebene: Arbeiten meine Mitarbeiter eigenverantwortlich, agil und interdisziplinär, um Kundennutzen von Produkten und Services zu maximieren?
  3. Die kulturelle Ebene: Zählen Vertrauen, Fehlertoleranz und gemeinsame Werte zu der Arbeitskultur meines Unternehmens?

1. Die technische Ebene

Die Entwicklung von digitalen Lösungen eröffnet für Unternehmen nie da gewesene Möglichkeiten. Auf der einen Seite entstehen Smart Factories, in denen Produktionsprozesse beschleunigt und präzisiert werden.

Auf der anderen Seite gibt es neue Möglichkeiten für Marketing und Vertrieb. Das Sammeln von Daten hilft Unternehmen ihre Kunden besser kennenzulernen und damit das Nutzererlebnis zu perfektionieren. Mittel sind zum Beispiel Chatbots im Kundenservice, dynamische Websites oder hoch personalisiertes E-Mail-Marketing.

2. Die organisationale Ebene

In vielen Unternehmen haben sich hierarchische Strukturen und die Abgrenzung von Fachbereichen bewährt. Das suggeriert einen klaren Überblick und Kontrolle. Mit Blick auf die Geschwindigkeit des Marktes und die gestiegene Kundenerwartung, ist das jedoch häufig hinderlich.

Erst die Etablierung interdisziplinär aufgestellter Teams bringt die Dynamik für die Entwicklung kundenorientierter Produkte und Services. Die Zusammenarbeit von Experten aus Technik, Marken, Wertschöpfung und UX ermöglicht schnelle Entscheidungen, Kundenfokus im gesamten Entwicklungsprozess und die stetige Abstimmung von Kreativität und Technik. Das Ergebnis: Steigerung von Marken- und Businesswerten.

3. Die kulturelle Ebene

Die Etablierung neuer Strukturen - weg von starren Hierarchien hin zu eigenverantwortlichem Arbeiten - hängt stark mit der Unternehmenskultur zusammen. Erst ein geteiltes Werte- und Zielverständnis, Mut und das Bewusstsein für die eigene Verantwortung, können die Unternehmensentwicklung beschleunigen. Das gelingt, wenn die Unternehmensführung Fehler- und Toleranzkultur vorlebt.

Hierbei helfen zum Beispiel neue Kommunikationsformen für ein transparentes Miteinander und flexibleres Arbeiten für mehr Selbstbestimmtheit. Auch eine ausgeprägte Netzwerkkultur über die Unternehmensgrenzen hinaus unterstützt die Entwicklung entscheidend. Weniger Status- und Konkurrenzgedanke, mehr Vertrauen in und auch zwischen Unternehmen - das ist das Fundament für eine Arbeitskultur, in der von- und miteinander gelernt wird.

Schaffen Unternehmen diese "Evolution" und entwickeln sich auf technischer, organisationaler und kultureller Ebene weiter, erreichen sie die notwendige Dynamik und können die Kundenerwartungen erfüllen. Damit ist Digitalisierung ein C-Level Thema. Es muss dort angegangen werden, um die Arbeitsweisen im gesamten Unternehmen zu verändern.

Sie wollen mehr erfahren, die Chancen der Digitalisierung nutzen oder die eigene Entwicklung beschleunigen? Dann rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

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