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Artikel vom 21.07.2020

Schnelle Marktreife dank Minimal Viable Products (MVP)

Wer Produkte entwickelt weiß, in wie vielen Details man sich verlieren kann. Lange Zeit war es problemlos möglich, jahrelange Entwicklungsphasen einzuplanen. Der Erfolg kam trotzdem. Heute ist es anders: wer sich viele Jahre – und manchmal reichen schon (zu) viele Monate – Zeit lässt, wird wahrscheinlich scheitern.  

Der Grund: die Innovationszyklen haben sich radikal verkürzt. Während 1980 Erfinder jahrelang von ihren Ideen leben konnten, können Produktentwickler sich heute freuen, wenn sie überhaupt schaffen, sich (schneller als die Konkurrenz) Marktanteile mit Innovationen zu sichern.   

Was ist ein MVP? 

Wie schafft man es also, der erste zu sein und wenn man auf den zweiten Platz abrutscht, sich zurück nach oben zu kämpfen? Unser Ratschlag: mit Minimal Viable Products. Hinter dem Begriff verbirgt sich die Idee, ein Produkt bereits dann auf den Markt zu bringen, wenn es den Kund+innen einen ersten Nutzen bringt. Wichtig dabei ist: das Produkt ist noch nicht fertig. Es besteht zu diesem Zeitpunkt lediglich aus einer ersten Version mit den Kernfunktionen. Wer die erste Version seines Produkts am Markt testet, kann mit nützlichem Nutzerfeedback an seinem Produkt weiterarbeiten und sicherstellen, dass es mit fortschreitender Entwicklung nicht nur vollständiger, sondern auch immer besser wird.

Wer mit MVPs arbeitet, muss sich an den Gedanken gewöhnen, Produkte auf den Markt zu bringen, die noch nicht ganz fertig sind. Kaum zu glauben, aber es lohnt sich.  

Die Vorteile:  

  • Interaktives Lernen, um die Kundenbedürfnisse zu erfüllen 

  • Klarheit über die tatsächliche Marktnachfrage 

  • Schnelle Marktreife und Wertschaffung 

  • Optimiert durch Nutzerfeedback (wie Sie sich dieses am besten einholen, erklären wir hier) 

  • Kurze Entwicklungsphasen 

  • Schnelle Reaktionsmöglichkeit auf Marktveränderungen 

  • Wesentlich geringere Kosten, da überflüssige Aufwände vermieden werden 

  • Risikominimierung 

MVPs klingen auf den ersten Blick nach Risiko. Doch sie sind eigentlich ein Schutzmantel. Sie schützen Unternehmen davor, Geld in Produktentwicklungen zu verbrennen, die am Ende niemand (mehr) benötigt. Sie sichern – sofern das MVP für Nutzertests genutzt wird – dass das Produkt die Kundenbedürfnisse wirklich trifft und: sie ermöglichen es, der erste zu sein und für einige Zeit auch zu bleiben. 

Auch etwas für große Unternehmen?

Minimal Viable Products sind nicht nur für Start-ups das Mittel der Wahl, um schnell innovative Produkte zu entwickeln. Auch Konzerne können sich den Ansatz zunutze machen. Hier ist es besonders wichtig, dass ein Product Owner als Verantwortlicher die Ziele, Wünsche und Anforderungen koordiniert. Für eine noch schnellere Entscheidungsbeurteilung ist es sinnvoll, ein Team aus verschiedenen Fachbereichen zusammenzustellen. So werden direkt alle wichtigen Aspekte berücksichtigt. 

Schüttflix: MVP-Ansatz erfolgreich umgesetzt 

Mit der Entwicklung der Plattform Schüttflix haben wir konsequent den MVP-Ansatz verfolgt. Als die erste Version in die App-Stores kam, war das Produkt voll funktionsfähig, alle primären Funktionen waren bereits entwickelt. Jedoch gab es noch viel mehr, was die App können sollte. Bevor wir weitere Funktionen in Angriff nahmen, warteten wir erst einmal ausführliche Nutzertests nach dem Live-Gang ab. Das Feedback zeigte uns, welche weiteren Funktionen aus Nutzersicht am wichtigsten sind und was zusätzlich noch benötigt wird, um die Plattform noch nützlicher für die Arbeit im Schüttguthandel zu machen.  

Minimal Viable Products sind ein wichtiger Bestandteil der digitalen Produktentwicklung von der E-Commerce-Plattform bis zum Serviceportal. Was noch zur Entwicklung digitaler Produkte und Services dazu gehört, lesen Sie in unserem Whitepaper.  

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