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Artikel vom 01.10.2020

Was können Remote Usability Tests?

Johanna Schmidt
User Experience Design

Usability Tests bringen wertvolles Nutzerfeedback in die Produktentwicklung ein. Ist ein Test vor Ort nicht möglich, helfen Remote Usability Tests. Wir erklären, wie es funktioniert und zeigen die Chancen und Grenzen der Methode.  

Mit Hilfe von klassischen Nutzertests ermitteln wir im Auftrag unserer Kund+innen, wie gut potenzielle User mit der Bedienung eines Produkts zurechtkommen. Hierfür laden wir die Teilnehmer+innen in unser Usability-Teststudio nach Bielefeld ein. 

Was aber, wenn die Testenden nicht vor Ort sein können oder möchten? In diesem Fall unterstützen wir unsere Kund+innen mit Remote Usability-Tests aus der Ferne. 

Die richtige Vorbereitung: Mit Remote-Tests zu mehr Ruhe 

Wie für das Testing im Studio rekrutieren wir auch für die Remote-Teilnahme zunächst Teilnehmer+innen aus der Zielgruppe. Der/die Rekrutierungsleiter+in nutzt hierfür einen eigens erstellten Screener (Fragebogen), um herauszufinden, wer als Testende+r in Frage kommt. 

Aber wer testet schon täglich Apps oder Websites? Vor der eigentlichen Durchführung heißt es für die Studienteilnehmer+innen daher: in Ruhe mit der Situation vertraut machen. Das passiert bereits remote, bei einem Probelauf von Zuhause. Via Video-Chat treten Testleiter+in und Testende miteinander in Kontakt, klären Fragen und stellen sicher, dass die Technik funktioniert. Läuft alles glatt, steht dem Usability-Test nichts mehr im Wege!                                   

Das Testing: Mit Remote läuft’s rund 

Hier halten wir uns an die Devise: So einfach und so transparent wie möglich! Per Video-Call erklären wir den Teilnehmenden den Ablauf. Eine besondere Rolle spielt auch bei Remote-Studien die Einhaltung des Datenschutzes – immerhin greifen die Testenden aus der Ferne auf die Testgeräte zu. Noch vor Beginn des Live-Streams besprechen wir daher die Einverständnis- und Verschwiegenheitserklärung. 

Die User erreichen digitale Testobjekte beziehungsweise Anwendungen anschließend per Link. Damit wir jeden ihrer Schritte nachvollziehen können, teilen sie ab diesem Moment ihren Bildschirm mit uns. 

Jetzt läuft im Grunde alles wie im Studio vor Ort: Die Teilnehmenden erhalten von uns Aufgaben, die sie an dem Test-Produkt (oder auf der Website/in der App) durchführen. Ein/e Note-Taker+in hält währenddessen alles fest, was sie über das Produkt und dessen Bedienung berichten. 

Benefits des Remote-Testings: 

  • Erweiterte Ansprache: Da für das Remote-Testing keine Anreise in unser Studio nötig ist, können auch die Testpersonen aus Zielgruppen teilnehmen, die sonst schwer zu erreichen sind. 

  • Vielfältige Produkttests: Sie möchten die Bedienung einer App, Website oder Geräteoberfläche testen? Remote macht’s möglich: Die Teilnehmer+innen greifen dabei ganz bequem auf ihr eigenes Gerät zurück. 

  • Mehr Authentizität: Obwohl wir uns bemühen, bei den Usability-Tests im Studio eine entspannte Situation herzustellen, bleibt es eine künstliche Umgebung. Das Testing aus der Ferne erlaubt Teilnehmer+innen, in einer für sie gewohnten, natürlichen Umgebung teilzunehmen – weniger Irritation von außen sorgt dafür, dass auch die Ergebnisse authentischer ausfallen. 

  • Moderiert oder unmoderiert? Auch hier stehen die Remote-Studien dem Testing vor Ort in nichts nach: Aus der Ferne können wir sowohl unmoderierte Usability-Tests durchführen als auch per Video-Chat durch den Ablauf führen. 

  • Live dabei sein: Sie als Kund+in möchten gerne live dabei sein, wenn Testende Ihr Produkt testen? Kein Problem: Per Live-Stream verfolgen Sie den gesamten Ablauf in Echtzeit am Bildschirm mit – sei es vom Homeoffice oder dem Zug aus. 
      

Nähe durch Distanz: Remote Usability-Tests sind also eine echte Alternative, wenn es darum geht, User in ihrer natürlichen Umgebung zu befragen und auch schwer erreichbare Zielgruppen anzusprechen. 

Remote Tests: Alternative ja, Ersatz nein 

Wir haben mittlerweile diverse Usability Tests in unserem hauseigenen Teststudio durchgeführt. Seit einigen Monaten führen wir zudem Remote Usability Tests durch. Unser Fazit ist, dass Remote-Tests eine nützliche Alternative sind. Trotzdem können sie die Studio-Tests nicht vollkommen ersetzen. Letztere bieten uns nämlich den Vorteil, Proband+innen face-to-face zu begegnen und so Gestik, Mimik und Tonfall bei der Auswertung besser miteinbeziehen zu können. 

Was passiert mit den Testergebnissen? 

Die Testergebnisse geben Auskunft darüber, wie die User mit der Bedienung eines Produkts zurechtkommen und wo Verbesserungsbedarf besteht. Mit den Ergebnissen passen unsere UX-Designer+innen das Produkt bei Bedarf so an, dass es noch stärker auf die Gewohnheiten und Bedürfnisse der User abgestimmt ist. So unterstützen wir unsere Kund+innen dabei, Produkte auf den Markt zu bringen, die Spaß machen und einer hohen Customer Centricity folgen. 

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